Romeo ist Julia - mal anders...

30 Dezember 2014

Wir wollen immer das, was wir nicht haben können. 
Sei es Schokolade oder Liebe. 
Hier ist es beides!




Titel: Bitterzart
Autor: Gabrielle Zevin
Seitenanzahl: 544
Verlag: Fischerverlag
Erschienen am: 25. April 2013
Leseprobe: Klick hier






Inhalt

Seit der Ermordung ihrer Eltern ist die 16-jährige Anya Balanchine, Tochter des größten Mafiabosses der Schokoladenmaffia in New-York und ganz Nord-Amerika, verantwortlich für den Rest ihrer Familie: Ihre kleine Schwester, ihr großer zurückgebliebener Bruder und ihre Großmutter Nana. Damit alle den Alltag überleben, geht Anya mit Vernunft und Prioritäten durchs Leben, bis sie eines Tages Win trifft, den Sohn des neuen Staatsanwaltes. 
Eine unmögliche Liebe mit einem bitterzarten Hauch von Romeo und Julia nimmt ihren Lauf.


Meine Meinung

Müsste man den Titel unter den Charakteren aufteilen, so wäre Anya das Bittere und Win das Zarte. Zwar ist "Bitterzart" mit Romeo und Julia zu vergleichen, jedoch sind hier die Rollen getauscht:
Win, ein naiver Junge, ungezeichnet vom Leben und Anya, ein Mädchen mit Verantwortung, Tod und Gewallt in ihrer Vergangenheit und Gegenwart und Zukunft.

Einerseits lässt das Win sehr verweichlicht auftreten (was einem wirklich auf den Keks gehen kann), andererseits ermöglich das unglaublich viel Raum für Anya, sich zu entwickel und zu emanzipieren! Sie steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden und versucht sich immer eine eigene Sichtweise auf die Dinge zu machen.

Allein ein Hoch auf die weibliche Hauptperson!


Hinzu kommen die sehr spannende Geschichte von Intrigen in den eigenen Reihen der Maffia-Familie und, wie bereits angedeutet, das ungewöhnliche Liebesverhältnis. Da Anya eine überzeugte Realistin ist (und überzeugt Katholikin...?), färbt dies natürlich auch auf die Beziehung ab und dem Klapptext zufolge, hatte ich eine ziemlich heftige Schnulze erwartet.
Doch statt dessen wurde ich mit einer neuen Sichtweise konfrontiert, die frischen Wind in die Jugendbuch-/Liebesliteratur bringt.


Fazit

Da mein einziger Kritikpunkt wirklich nur das ungewöhnliche Verhalten von Win ist (das stört aber dafür umso mehr), und alles andere über alle Maßen zufriedenstellend ist (Cover auch♥), verdient die Autorin ein dickes Lob für die Erschaffung von Anya Pavlova Balanchine und das Buch selbst: 


5 von 5 Punkten

Die Trilogie und Rezensionen im Überblick:

- Bitterzart -
- Edelherb -
- Extra dunkel -

Kommentare:

  1. Huhu Jo,

    ich finde deine Rezension super! Schon der Satz "Allein ein Hoch auf die weiblich Hauptperson!!" ist genial und stimmt auch mit meiner Meinung vollkommen überein. Auf den zweiten Teil dieser Trilogie bin ich nach deiner Lobrede jetzt umso mehr gespannt, aber er steht glücklicherweise schon im Regal bereit. :)

    Ganz liebe Grüße
    Kathi
    (kathiduck von http://lesendesfedervieh.blogspot.de/)

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    1. Hallo Kathi,

      vielen Dank für das nette Kommentar ♥ Ich freue mich sehr für Dich, da Du "Edelherb" noch vor Dir hast und ich es ja bereits gelesen habe. (✿◠‿◠) Hoffentlich gefällt es Dir auch so gut wird wie mir.

      Ganz liebe Grüße,
      Jo

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